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Warnung der Bevölkerung

von Admin
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Sirene alt
Sirene, Bild von Oto Zapletal auf Pixabay

Inzwischen gibt es einige Techniken, die es uns ermöglichen im Bedarfsfall die Bevölkerung zu warnen. Neben der klassischen Sirene gibt es inzwischen mehrere Apps, die Sie kostenlos aus dem jeweiligen App-Store Ihres Handyherstellers laden können.

Sirenen

Die klassischen Sirenen im Ort oder am Feuerwehrhaus dienten, oder dienen noch, zur Alarmierung der Feuerwehr oder zur Warnung der Bevölkerung vor Katastrophen oder anderen Gefährdungslagen.

Die Alarmierung der Feuerwehren geschieht aber gerade in Städten und größeren Gemeinden meist nur noch über Funkmelder (Pieper). Gerade auf dem Land wird aber immer noch die Feuerwehr durch die Sirene alarmiert.

Auf dem Dorf kennt die Bevölkerung also noch den wöchentlichen Probealarm. Im Bereich der Leitstelle Nord wird dieser immer Samstags um 12 Uhr ausgelöst.

Bis in die 90er Jahre, als der eiserne Vorhang fiel, waren die Sirenen auch zur Warnung der Bevölkerung im Spannungs- oder Verteidigungsfall gedacht. Nachdem Russland als Feind im Osten wegfiel, wurden die allermeisten Sirenen abgebaut. Seit dem Krieg in der Ukraine 2022 und der Katastrophe im Ahrtal 2021 werden in Deutschland massiv neue Sirenen aufgebaut.

Für bestimmte Zwecke gab es, und gibt es immer noch, verschiedene Sirenensignale. Diese Signale waren früher in der Bevölkerung bekannt. Heute kennen wohl die wenigsten die wichtigsten Signale.

Alarmierung der Feuerwehr

  • Eine Minute Dauerton mit zwei Unterbrechungen

Warnung der Bevölkerung

  • Warnung: Einminütiger, auf- und abschwellender Heulton
  • Entwarnung: Einminütiger, gleichbleibender Heulton

Hier die Signale als Bild:

Sirenenton Alarm Feuerwehr
Sirenenton Alarm Feuerwehr, Grafik: Innenministerium Schleswig-Holstein
Warnung Sirene
Warnung Sirene, Grafik: Innenministerium Schleswig-Holstein
Sirene Entwarnung
Sirene Entwarnung, Grafik: Innenministerium Schleswig-Holstein

schleswig-holstein.de – Katastrophenschutz: Warnungen

NINA

Logo der Warn-App Nina

Mit der Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes, kurz Warn-App NINA, können Sie wichtige Warnmeldungen des Bevölkerungsschutzes für unterschiedliche Gefahrenlagen wie zum Beispiel Gefahrstoffausbreitung oder einen Großbrand erhalten. Wetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes und Hochwasserinformationen der zuständigen Stellen der Bundesländer sind ebenfalls in die Warn-App integriert.

Abonnieren Sie Gebiete und Orte, für die Sie gewarnt werden möchten: Landkreise, Gemeinden oder Umkreise von neun und einem Quadratkilometer um einen frei wählbaren Ort sind möglich. Auf Wunsch warnt Sie die Warn-App NINA auch für Ihren aktuellen Standort. Dabei erfassen wir keinerlei Standortdaten. Genauere Angaben zur Standort-Funktion finden Sie in unserer Funktionsbeschreibung zur Warn-App NINA.

(Text von bbk.bund.de)

Mehr Informationen zu Nina finden Sie hier oder unten.

KatWarn

Logo Katwarn

Unerwartete Gefahren, schwere Unwetter oder Naturkatastrophen – damit Sie vor solchen Situationen

möglichst verschont bleiben, gibt es KATWARN. Das Warnsystem leitet offizielle Warnungen von Sicherheitsbehörden und Leitstellen direkt auf die Smartphones der betroffenen Menschen vor Ort.

KATWARN wurde vom Fraunhofer-Institut FOKUS im Auftrag der öffentlichen Versicherer entwickelt. Sie ist also keine offizielle Warn-App.

Das alles kann KATWARN

  • Ortsbezogene Warnungen
  • Themen- bzw. Anlassbezogene Warnungen
  • Anlassbezogene Warnungen
  • Flächenbasierte Warnungen
  • Deutschlandweite Warnübersicht
  • Weiterleiten und Teilen von Warnungen
  • Persönlicher Testalarm

Cell-Broadcast

Seit 23. März 2023 können von den Rettungsleitstellen, Polizeileitstellen und anderen berechtigten Stellen und Behörden Warnungen an die Bevölkerung versandt werden. Die Warnung erfolgt über das Modulare Warnsystem (MoWaS). Zugang haben ausschließlich Behörden des Bundes, der Länder und der Kommunen.

Dafür benötigt man keine App, sondern nur ein technisch passendes Mobiltelefon. Mehr Informationen über kompatible Mobiltelefone finden sie hier.

Es ertönt ein sehr lauter Ton und die Textnachricht wird automatisch auf dem Mobiltelefon angezeigt.

Ein Beispiel für den Ablauf einer Warnung:

  1. Eine Feuerwehr fordert eine Warnung aufgrund eines Großbrandes an
  2. Durch die Leitstelle Nord wird auf einer Karte der Bereich ausgewählt, wo gewarnt werden soll
  3. Die Warnung wird über MoWaS an die Mobilfunkbetreiber gesendet
  4. Die Mobilfunkbetreiber senden weiter an die ausgewählten Mobilfunkmasten im gewählten Bereich.
  5. Alle empfangsfähigen Mobiltelefone, die gerade in einem dieser Masten eingebucht sind, erhalten die Warnung. Diese ertönt auch wenn das Mobiltelefon stumm gestellt ist.

Mehr Informationen über Cell Broadcast vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) finden Sie hier.

Quellen und weiterführende Links

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