Kooperative Regionalleitstelle Nord https://www.leitstelle-nord.de Ganz oben im Norden - Für Flensburg, Nordfriesland und Schleswig-Flensburg Fri, 14 Jan 2022 03:07:12 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.8.3 https://www.leitstelle-nord.de/wp-content/uploads/2021/05/cropped-Logo_Leitstelle_Nord-32x32.png Kooperative Regionalleitstelle Nord https://www.leitstelle-nord.de 32 32 Einsatzbericht: Verkehrsunfall am Oxer https://www.leitstelle-nord.de/2022/01/14/einsatzbericht-verkehrsunfall-am-oxer/ Fri, 14 Jan 2022 02:59:52 +0000 https://www.leitstelle-nord.de/?p=8308 Weiterlesen »Einsatzbericht: Verkehrsunfall am Oxer]]>
Verkehrsunfall am Oxer // Foto mit freundlicher Genehmigung von Benjamin Nolte www.bos-inside.de
Verkehrsunfall am Oxer // Foto mit freundlicher Genehmigung von Benjamin Nolte www.bos-inside.de

Am Donnerstag den 13.01.2022 kam es kurz nach 10 Uhr zu einem schweren Verkehrsunfall im Kreuzungsbereich Ochsenweg / Am Oxer in unmittelbarer Nähe, etwa 200m entfernt von der Leitstelle Nord.

Laut Polizei war der Fahrer eines PKW auf dem Ochsenweg in Richtung Harrislee unterwegs und wollte an der Kreuzung in das Gewerbegebiet am Oxer nach links abbiegen. Dabei kam es zum Zusammenstoß mit einem entgegenkommenden Kieslaster. Nach kurzer Abfrage im Notrufgespräch stand fest: Zwei Personen waren im PKW eingeklemmt.

Daraufhin wurden mit dem Stichwort “TH Y – Technische Hilfeleistung mit Menschenleben in Gefahr / Verkehrsunfall” die Feuerwehren Harrislee und Ellund, drei Rettungswagen und zwei Notärzte aus Flensburg alarmiert.

Außerdem wurden zwei Mitarbeiter der Leitstelle Nord mit Notfallrucksack und AED (Automatischen Externen Defibrillator) als Ersthelfer zur Einsatzstelle geschickt. Diese Ausrüstung wird in der Leitstelle für Mitarbeiter*innen und Gäste vorgehalten. Bei Notfällen im nahen Umfeld können Mitarbeiter*innen aber auch zu Fuß oder mit dem Dienstwagen als Ersthelfer ausrücken.

Als Meldende und Ersthelfer waren ebenfalls Lehrgangsteilnehmer*innen der anliegenden Landesfeuerwehrschule vor Ort. Nach rund 20 Minuten konnten beide Personen aus dem PKW befreit und dem Rettungsdienst übergeben werden. Die Polizei ermittelt zur Unfallursache.

Beteiligte Einheiten und Personen

Einsatzdauer: Etwa 2 Stunden

Pressebericht

Letzte Änderung vor 3 Tagen

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Bilanz der Silvesternacht 2021/2022 https://www.leitstelle-nord.de/2022/01/01/bilanz-der-silvesternacht-2021-2022/ Sat, 01 Jan 2022 15:33:01 +0000 https://www.leitstelle-nord.de/?p=8154 Weiterlesen »Bilanz der Silvesternacht 2021/2022]]>
Symbolfoto Silvester

Gemeinsame Leitstelle Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst meisterte ohne Probleme die Silvesternacht

Der Jahreswechsel 2021 / 2022 brachte für den kommunalen Teil der Leitstelle Nord ein geringfügig höheres Einsatzaufkommen. Statt der üblichen “Nachtbesetzung” von zwei Disponenten und einem Schichtführer wurde die Leitstelle durch zwei zusätzliche Disponenten verstärkt. Darüber hinaus befanden sich Mitarbeiter der Führungsgruppe im “Standby”, die eine weitere Verstärkung innerhalb von 10 bis 15 Minuten sicherstellten.

Die Hilflosigkeit der Anrufer, das Anspruchsdenken der Bevölkerung und der für diese Anlässe typische höhere Alkoholspiegel der Anrufer machte die Notrufabfrage für die Disponenten*innen in vielen Fällen zu einer besonderen Herausforderung. Die aktuelle Covid19-Situation könnte mit verantwortlich dafür gewesen sein, dass der Jahreswechsel für Feuerwehr und Rettungsdienst im Versorgungsbereich der Leitstelle Nord außergewöhnlich ruhig verlief.

Einsatzdichte Rettungsdienst von 19:00 Uhr bis 05:00 Uhr:

  • Anzahl Einsätze RTW ohne Notarzt: 57
  • Anzahl Einsätze RTW mit Notarzt: 24
  • Besondere Einsätze des Rettungsdienstes: Der Leitstelle wurden vier Verletzungen durch Feuerwerkskörper gemeldet, es kam zu drei Handverletzungen und zu einer Verletzung im Gesicht.

Einsatzdichte Feuerwehr von 19:00 Uhr bis 05:00 Uhr:

  • Anzahl Brandeinsätze: 16
  • Anzahl Technische Hilfeleistungen: 1

Besondere Einsätze der Feuerwehr:

  • An der Hafenspitze in Flensburg wurde eine Person durch die Berufsfeuerwehr aus dem Wasser gerettet und an die Polizei übergeben.
  • In Schleswig zerstörte ein Knallkörper die gesamte Eingangsfront eines Einkaufmarktes, der Entstehungsbrand wurde durch die Feuerwehr gelöscht.

Alle Einsätze konnten ohne besondere Vorkommnisse abgearbeitet werden, sowohl die technische als auch die personell / organisatorische Lage des kommunalen Teils der Leitstelle Nord waren jederzeit stabil. Gerade in Zeiten hohen Einsatzaufkommens hat sich auch in diesem Jahr wieder die räumliche Nähe zur Leitstelle der Polizei als vorteilhaft erwiesen. Hierdurch ist ein ständiger Informationsaustausch zur Einsatzsituation und zu gemeinsamen Einsatzstellen im Versorgungsbereich gewährleistet. Auch die im täglichen Einsatzgeschehen als optimal zu bezeichnende Zusammenarbeit mit den angeschlossenen Freiwilligen Feuerwehren, der Berufsfeuerwehr Flensburg und den Rettungsdiensten in Flensburg, Schleswig-Flensburg sowie Nordfriesland hat dazu beigetragen, dass dem erhöhten Einsatzaufkommen professionell entgegen getreten werden konnte. Die Rettungsdienste hatten teilweise zusätzliche Rettungswagen für diese Nacht in Dienst gestellt, daher kam es zu keinen Engpässen in der rettungsdienstlichen Versorgung im gesamten Verlauf der Silvesternacht. Auch in dieser Silvesternacht wurde der hohe Grad der Professionalität in der Zusammenarbeit zwischen den Fahrzeugbesatzungen und den Disponenten*innen nochmals deutlich!

Achim Hackstein

(Leiter der Leitstelle)

Letzte Änderung vor 4 Tagen

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Neue Internetseite ist online gegangen https://www.leitstelle-nord.de/2022/01/01/neue-internetseite-ist-online-gegangen/ Sat, 01 Jan 2022 03:01:45 +0000 https://projekt.leitstelle-nord.de/?p=7993 Weiterlesen »Neue Internetseite ist online gegangen]]>

Heute, um kurz nach Mitternacht, ist die Internetseite der Leitstelle Nord neu gestartet.

Seit vielen Jahren ist sie unverändert im Netz gewesen. Durch die immer weiter wachsenden Aufgaben der Systemadministration fehlte einfach die Zeit sich mit der Internetseite zu beschäftigen. Denn so ein Umbau oder die dauernde Pflege einer Internetseite sind nicht zu unterschätzen.

Seitdem nun die Idee für einen Neustart im August aufkam sind etliche dutzend Stunden in den Aufbau der Seite und das Füllen mit Inhalten geflossen.

Folgende grundsätzliche Punkte waren bei der Umsetzung wichtig:

  • Schnelle Ladezeiten
  • Gute Darstellung auf allen Geräten (PC, Tablet, Smartphone)
  • Mehrsprachig durch Übersetzungsfunktion in über 50 Sprachen
  • Möglichst barrierefreier Zugang durch Design und Bedienleiste
  • Datensparsam durch die Nutzung von möglichst wenig Cookies
  • Anbieten von vielen Informationen rund um die Leitstelle und weiteren (Fach)Themen

Neben Informationen über die Aufgaben der Leitstelle Nord, dem Zuständigkeitsbereich oder Räumlichkeiten und Technik kann man jetzt auch dem Neubau beim Entstehen zusehen unter dem Punkt „Baustellentagebuch“.

Für Fragen aller Art gibt es ein Suchfeld und die Wissensdatenbank. Die meisten PDF-Formulare wurden durch Online-Formulare ersetzt, die auch vom Smartphone ausgefüllt werden können. So können unter anderem auch Abmeldungen von Feuerwehren oder die Anmeldung von Alarmübungen vorgenommen werden ohne anzurufen.

Jetzt hoffen wir, dass die neue Seite allen Besucher*innen möglichste viele Fragen beantwortet und uns vielleicht so einige Anrufe erspart.

Letzte Änderung vor 2 Wochen

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Der Neubau wächst https://www.leitstelle-nord.de/2021/11/19/der-neubau-waechst/ Fri, 19 Nov 2021 00:13:00 +0000 https://projekt.leitstelle-nord.de/?p=7503 Weiterlesen »Der Neubau wächst]]>
Drohnenfoto vom Neubau der Leitstelle Nord
Drohnenfoto der Baustelle am Gewerbehof 70

Langsam aber sicher nimmt unsere neue Leitstelle Form an. Der Bau befindet sich im Zeitplan. Nach und nach entstehen die Wände des Erdgeschosses und bald kommt schon die Decke der ersten Etage drauf.
Wenn das Wetter in den kommenden Monaten mitspielt, steht dem Richtfest im April nichts mehr im Weg.

Weitere Bilden zum Neubau finden Sie unter Baustellentagebuch.

Letzte Änderung vor 2 Monaten

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50 Jahre mit Notarzt besetzte Rettungsfahrzeuge in Flensburg https://www.leitstelle-nord.de/2021/11/18/50-jahre-mit-notarzt-besetzte-rettungsfahrzeuge-in-flensburg/ Thu, 18 Nov 2021 17:37:53 +0000 https://projekt.leitstelle-nord.de/?p=7351 Weiterlesen »50 Jahre mit Notarzt besetzte Rettungsfahrzeuge in Flensburg]]>
 VEF (Verlege-Einsatz-Fahrzeug) aus Flensburg. Baugleich einem NEF Foto: Benjamin Nolte; www.bos-inside.de
VEF (Verlege-Einsatz-Fahrzeug) aus Flensburg. Baugleich einem NEF; Foto: Benjamin Nolte / www.bos-inside.de

Flensburg den 08.11.2021

Nach einem Notfall sind die ersten Minuten oft die kritischsten. Vor 50 Jahren sausten in Flensburg zum ersten Mal Notärzte direkt zur Unfallstelle. Bis heute wissen die Mediziner nie, was sie bei einem Einsatz erwartet.

Im November 1971 nahm der Flensburger Notarztwagen als erstes notärztlich besetztes Rettungsmittel in Schleswig- Holstein seinen Dienst auf. Es ist in Flensburg eine Erfolgsgeschichte, deren Kontinuität auf der engen Zusammenarbeit zwischen den Flensburger Kliniken und der Berufsfeuerwehr sowie auf dem individuellen Engagement aller auf diesem Fahrzeug eingesetzten Mitarbeitenden und den ärztlichen Honorarvertragspartnern beruht. Dies galt damals wie heute – trotz einer qualitativen und sehr dynamischen quantitativen Entwicklung der Anforderungen.

1971 nannte man den Notarztwagen Flensburg “Rettender Engel von Flensburg”. Vorerst erfolgte eine Probephase von 6 Monaten mit einer kostenlosen Arztgestellung durch das St. Franziskus Hospital. Es entwickelte sich die “Gemeinschaft der Ärzte des Notarztwagens”, die aus Ärzten die hauptamtlichen an den Flensburger Krankenhäusern arbeiteten, bestand.  Die sozialversicherungsrechtliche Entwicklung erforderten die Anpassung der Verträge, aber das weiterhin existente individuelle Gedankengut, Teil der Flensburger Rettungsdienstkette zu sein, ist elementar für die gesicherte Besetzung unserer notärztlichen Rettungsmittel. In Zeiten des Fachkräftemangels ein sehr hohes Gut. 

Veränderungen wie z.B. die zusätzliche Funktion des Leitenden Notarztes für Großschadenslagen1992, die Erweiterung des Einsatzgebiets um die Kommune Bov in Dänemark 1996 oder die Umstellung von einem Notarztwagensystem auf Notarzteinsatzfahrzeug im Jahr 1999 sprechen für die kontinuierliche Entwicklung des Systems. So wurde zum 01.01.2020 ein zweites ärztlich besetztes Rettungsmittel in den Dienst genommen. Das so genannte Verlegeeinsatzfahrzeug dient der Aufgabe des ärztlich begleiteten Sekundärtransporte für die Kreise Schleswig-Flensburg, Nordfriesland und der Stadt Flensburg. Zusätzlich kann es auch als Notarzteinsatzfahrzeug im Einsatzgebiet des Flensburger Rettungsdienstes genutzt werden.

Zum Beginn des Systems erwarteten die Einsatzkräfte rund ca. 1.000 Einsätze im Jahr – heute sind es rund 3.000 Einsätze im Jahr. Nicht nur die Anzahl auch die Art der Einsätze hat sich verändert. Früher wurden primär traumatologische Notfälle notärztlich versorgt. Heute werden die Einsatzdienstkräfte mit vielen internistischen Notfällen konfrontiert.

Die Fahrzeuge werden inzwischen im Rahmen einer landesweiten Ausschreibung standardisiert beschafft und ausgestattet, in der Leitstelle gibt es strukturierte Notrufabfragen und entsprechende Mitteilungen an die Einsatzdienstkräfte, von einer Ehrenamtspauschale haben wir uns zu einem adäquaten Honorar entwickelt und alle Kosten werden mit den Krankenkassenverbänden abgestimmt und von diesen refinanziert.

Bei einem Herz­infarkt, Schlag­anfall oder bei Verkehrs­unfällen muss die erste, oft lebens­rettende Versorgung der Patienten schon vor Ort und während des Transports in die Klinik erfolgen. Die Notarzteinsatz­­fahrzeuge sind mit medizinischen Geräten und Medikamenten stets leitlinienkonform ausgestattet.
Ohne den Faktor Mensch, die ärztlichen Honorarvertragspartner und die Mitarbeitenden der Berufsfeuerwehr Flensburg, wären diese guten organisatorischen und materiellen Komponenten jedoch inhaltsleer.

Quelle

Letzte Änderung vor 2 Monaten

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Stellenausschreibung: IT-Systemadministator*in https://www.leitstelle-nord.de/2021/10/27/stellenausschreibung-it-systemadministatorin/ Wed, 27 Oct 2021 11:51:00 +0000 http://projekt.leitstelle-nord.de/?p=7071 Weiterlesen »Stellenausschreibung: IT-Systemadministator*in]]> Beim Leitstellenzweckverband Nord mit Sitz in Harrislee, direkt an der dänischen Grenze, zwischen Nord- und Ostsee, ist zum nächst möglichen Zeitpunkt eine Stelle als

IT-Systemadministrator / IT-Systemadministratorin

zu besetzen.

Der Leitstellen-Zweckverband Nord betreibt, zusammen mit dem Land Schleswig-Holstein, die Kooperative Regionalleitstelle Nord. Für die Kreise Nordfriesland, Schleswig-Flensburg und die Stadt Flensburg alarmiert sie die Einsatzmittel des Rettungsdienstes, der Feuerwehren und des Katastrophenschutzes und bearbeitet die anfallenden Einsätze. Polizeiliche und nichtpolizeiliche Aufgaben werden bei gemeinsamer Nutzung der baulichen und technischen Einrichtungen organisatorisch getrennt wahrgenommen. Der Zuständigkeitsbereich umfasst rund 550.000 Einwohner. Das Einsatzaufkommen beläuft sich auf insgesamt rund 80.000 Einsätze pro Jahr. Im Jahre 2023 wird die gesamte Leitstelle in einen Neubau ziehen.

Was sind Ihre Aufgaben?

  • Gewährleistung und Kontrolle der Netzwerk- und IT-Systemsicherheit
  • Sicherstellung des reibungslosen Betriebs und der Systemverfügbarkeit
  • Administration von Windows Netzwerken in einer virtuellen Umgebung
  • Anwenderbetreuung im eingesetzten Einsatzleitsystem und im Büronetzwerk
  • Sicherstellung der kontinuierlichen Einsatzbereitschaft des Einsatzleitsystems
  • Weiterentwicklung der Datenerfassung und –pflege für das Einsatzleitsystem
  • Betreuung der eingesetzten Kommunikationssysteme
  • Sicherstellung der Informations- und Datenaustauschprozesse mit Dritten

Was erwarten wir von Ihnen?

  • Abgeschlossene Ausbildung zum/zur Fachinformatiker/in für Anwendungsentwicklung bzw. Systemintegration
  • ausgeprägte Fähig- und Fertigkeiten in der Informations- und Kommunikationstechnologie
  • Berufserfahrung in der Systemadministration von Windows-Netzwerken
  • Zertifizierte Kenntnisse zu Windows Server 2016 und Virtuellen Systemen (Hyper-V)
  • Gründliche Kenntnisse von Microsoft Windows 10 und Microsoft Exchange 2016
  • Erfahrungen mit Office-Anwendungsprogrammen (Word, Excel, Outlook)
  • Analytisches Denken, Belastbarkeit, Flexibilität und Einsatzbereitschaft
  • Gute Kenntnisse in Englisch (Wort und Schrift)
  • Eigenverantwortlichkeit, Zuverlässigkeit und selbständiges Arbeiten
  • korrektes, sicheres und freundliches Auftreten
  • Bereitschaft zu aufgabenorientierter Fort- und Weiterbildung
  • Teamfähigkeit und lösungsorientierte Arbeitsweise

Wünschenswert, aber nicht Voraussetzungen für eine Bewerbung sind:

  • Mehrjährige Erfahrung in einem vergleichbaren Arbeitsumfeld
  • Aktive Tätigkeit in einer Freiwilligen Feuerwehr bzw. einer Hilfsorganisation

Was bieten wir Ihnen an?

  • Eine anspruchs- und verantwortungsvolle Aufgabenstellung in einer Hochrisiko-Einrichtung
  • Die Zusammenarbeit mit einem engagierten und kompetenten Team in der Leitstelle
  • Die Eingruppierung nach Entgeltgruppe 10 TVöD
  • Eine durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit von derzeit 39 Stunden

Dienstort für die ausgeschriebene Stelle ist Harrislee, wünschenswert wäre ein Wohnsitz im Versorgungsbereich der Leitstelle Nord. Wir möchten zur Gleichstellung von Frauen und Männern im Beruf beitragen. Innerhalb der gesetzlichen Vorschriften werden wir daher Bewerbungen von Frauen bei gleicher Qualifikation vorrangig berücksichtigen. Ebenfalls bevorzugt werden bei ansonsten gleicher Eignung schwerbehinderte Bewerberinnen und Bewerbern.

Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne unter der Mailadresse leitung@leitstelle-nord.de zur Verfügung. Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen richten Sie bitte bis zum 05.11.2021 an die Adresse der Leitstelle Nord, Am Oxer 40 in 24955 Harrislee.

Leben und arbeiten Sie da, wo andere Urlaub machen!

Wir freuen uns auf Sie!

Letzte Änderung vor 2 Wochen

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Notruf-App NORA gestartet https://www.leitstelle-nord.de/2021/09/28/notruf-app-nora-startet/ Tue, 28 Sep 2021 09:44:00 +0000 https://projekt.leitstelle-nord.de/?p=6863 Weiterlesen »Notruf-App NORA gestartet]]>

Gestern, am 28.09.2021, ist die neue Notruf-App NORA deutschlandweit gestartet.

Die Notruf-App NORA (NotRufApp) soll gerade für Menschen mit Behinderungen eine zusätzliche Möglichkeit bieten einen Notruf abzusetzen.

Mit NORA erreichen Sie direkt die zuständige Einsatzleitstelle von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst – genauso, als würden Sie die Notrufnummern 110 oder 112 anrufen.

Die Notruf-App kann von jedem genutzt werden, der sich in Deutschland aufhält und in einer Notsituation schnell Hilfe braucht. 

Besonders hilfreich ist NORA für Menschen, die nicht oder nicht gut telefonieren können, weil sie zum Beispiel eine Sprach- oder Hörbehinderung haben. Oder weil sie Deutsch nicht so sicher sprechen, dass sie sich am Telefon gut verständigen können. 

NORA ist so aufgebaut, dass man auch mit geringen Sprachkenntnissen und ganz ohne zu sprechen einen Notruf mit den wichtigsten Informationen absetzen kann. Dabei helfen Symbole, klare Texte und eine intuitive Nutzerführung.

Folgende Möglichkeiten bietet die App:

Notruf ohne Sprechen

NORA ermöglicht es auch Menschen, die die Notrufnummern 110 und 112 nicht anrufen können, selbstständig einen Notruf abzusetzen. 

Damit ist die Notruf-App für Menschen mit Hör- und Sprachbehinderungen eine gleichwertige Alternative zum Sprach-Notruf. 

Standort-Bestimmung

NORA ist auch dann hilfreich, wenn Sie nicht genau wissen, wo Sie sind. 

Die App nutzt die Standort-Funktion Ihres Mobil-Geräts, um den Notfall-Ort zu ermitteln und sendet ihn automatisch an die zuständige Einsatzleitstelle.

Kommunikation via Chat

Über NORA können Sie in einem textbasierten Chat mit der Einsatzleitstelle kommunizieren. 

Die Leitstelle schickt allerdings auch Hilfe, wenn Sie den Chat nicht nutzen. 

Stiller Notruf

NORA lässt sich auch in Situationen verwenden, in denen der Notruf möglichst unbemerkt bleiben soll. 

Deshalb gibt es in der App für bedrohliche Situationen die Funktion „Stiller Notruf“.

(Grafiken und Text teilweise https://www.nora-notruf.de/)

Quellen und weiterführende Links

Die App ist für Android und iOS verfügbar und kann kostenlos herunter geladen werden.

Weitere Informationen finden Sie in unserem Artikel oder auf der Internetseite des Projektes:

www.nora-notruf.de

Letzte Änderung vor 4 Monaten

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Warntag 2021 in Nordfriesland https://www.leitstelle-nord.de/2021/09/08/warntag-2021-in-nordfriesland/ Wed, 08 Sep 2021 07:46:00 +0000 https://projekt.leitstelle-nord.de/?p=6717 Weiterlesen »Warntag 2021 in Nordfriesland]]>
Bildschirmfoto: Warntag NF 2021

Dieses Jahr findet nicht, wie ursprünglich geplant, ein bundesweiter Warntag statt.

Der Landkreis Nordfriesland will aber seine, derzeit 280, im Kreisgebiet installierten Sirenen am 09.09.2021 testen.

HINWEISE

  • Rufen Sie keinesfalls zur Nachfrage den Notruf an, Sie blockieren ansonsten die Kapazitäten!
  • Wählen Sie den Notruf nur in einer echten Notsituation
  • Bitte informieren Sie im Vorfeld Bekannte, Nachbarn und Verwandte, die evtl. nicht über die Tagespresse oder das Internet informiert werden

Danke!

Offizielle Infoseite des Landkreises Nordfriesland:

https://www.nordfriesland.de/Quicknavigation/Start/Kreisweiter-Warntag-Sirenentest-am-9-September.php?object=tx%2C2271.1&ModID=7&FID=2271.14001.1&NavID=2271.37&xn=1&fbclid=IwAR2z-s8wdd0Q5V-2bFOF7d6GeEX9dfrFrX12FI6SuCeU6e9tn8-ejLB2AX0

Letzte Änderung vor 4 Monaten

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Der Neubau wird erkennbar https://www.leitstelle-nord.de/2021/09/01/der-neubau-wird-erkennbar/ Wed, 01 Sep 2021 11:32:38 +0000 http://wp1070043.server-he.de/www/leitstelle/?p=6680 Weiterlesen »Der Neubau wird erkennbar]]>
Drohnenaufnahme der Baustelle am 27.08.2021

Nach dem Spatenstich am 21. April und der Grundsteinlegung am 6. August ist nun ein weiterer kleiner Meilenstein erreicht: Der Umriss des Fundaments ist fertiggestellt.

Damit werden die Ausmaße und die besondere Form des Gebäudes erkennbar. Bald wird das Fundament komplett sein und der Rohbau kann beginnen.

Parallel laufen die weiteren Planungen für die Inneneinrichtung, Ausstattung und Technik. Auch jeweils ein neues Einsatzleit-, Kommunikations- und Multimediasystem sind bereits ausgeschrieben.

Momentan sind die Arbeiten noch im Zeitplan.

Letzte Änderung vor 5 Monaten

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Grundsteinlegung am Neubau der Leitstelle Nord https://www.leitstelle-nord.de/2021/08/06/grundsteinlegung-am-neubau/ Fri, 06 Aug 2021 13:59:19 +0000 http://wp1070043.server-he.de/www/leitstelle/?p=5850 Weiterlesen »Grundsteinlegung am Neubau der Leitstelle Nord]]>
Bild: Kreis Schleswig-Flensburg

Heute fand in Harrislee die Grundsteinlegung für den Neubau der Kooperativen Rettungsleitstelle Nord statt. Ein Grundstein für eine verbindende und zukunftsgerichtete Kooperation von Menschen, die helfen: Rettungsdienst, Feuerwehr, Katastrophenschutz und Polizei. Die Gesamtfläche des neuen Gebäudes beläuft sich auf 3.200qm, die etwa hälftig von der Landespolizei und dem kommunalen Teil der Leitstelle genutzt werden.

Sollten in vielen Jahren Archäologen auf die Idee kommen, in Harrislee, Luftlinie nur wenige hundert Meter vom jetzigen Standort der Leitstelle entfernt, zu buddeln, könnten sie auf eine Schatulle stoßen. Darin unter anderem ein Exemplar des Flensburger Tageblattes von heute, eine FFP-2-Maske und ein Corona-Schnelltest. Bis das Bauwerk allerdings für Archäologen interessant wird, soll es noch viele Jahre haupt- und ehrenamtlichen Kräften des Rettungsdienstes, der Feuerwehren, des Katastrophenschutzes und der Polizei als Zentrale für Notrufe, Alarmierung und Koordinierung von Einsatzkräften dienen.

Hinter der heutigen Grundsteinlegung befindet sich also ein Projekt an dessen Ende ein Gebäude stehen wird, dass auf viele Jahre hinaus dem Bürger als telefonische Anlaufstelle für Hilfeersuchen aller Art zur Verfügung stehen soll.

Besonders freut es den Leitstellenzweckverband Nord in diesem Kontext, dass die Landespolizei Schleswig-Holstein und Zweckverband diesen Weg gemeinsam gehen werden.

Hintergrund: Der Neubau ist notwendig, weil das Einsatz- und Anrufaufkommen im Bereich des Krankentransportes und Rettungsdienstes in den bundesdeutschen Leitstellen kontinuierlich steigt.

Auch die Leitstelle Nord blieb davon nicht verschont. In 2020 wurden insgesamt 80.000 Einsätze gefahren.

Die Neubaulösung erschien den Kreisen Nordfriesland, Schleswig-Flensburg und der Stadt Flensburg, als gemeinsame Träger der Leitstelle, die wirtschaftlichste und auch zukunftsfähigste Lösung. Auch die Landespolizei bekräftigte ohne Zögern die Weiterführung der Kooperation im Neubau. Der erste Spatenstich fand vor 107 Tagen, am 21. April, statt.

Im März 2019 erwarb der Zweckverband ein Grundstück von der Gemeinde Harrislee, Luftlinie nur wenige hundert Meter vom jetzigen Standort der Leitstelle entfernt. Parallel dazu wurden die Leistungen des Architekten als Generalunternehmer ausgeschrieben. Angenommen hat sich diesem Projekt das Architekturbüro SCHMIEDER.DAU.BDA aus Kiel.

Bereits wenige Wochen nach Planungsbeginn stand die Gebäudegeometrie fest, der erste Modellentwurf hat alle überzeugt und blieb bis heute unverändert 

Im August 2020 konnte die Verbandsversammlung dann, auf der Basis der fundierten Kostenberechnung des Architekten, den endgültigen Beschluss zum Neubau der Leitstelle verabschieden. Auch alle politischen Gremien der drei Gebietskörperschaften trugen diesen Beschluss ohne zu zögern mit.

Einen wesentlichen Anteil an der Realisierung des Neubaus haben die Krankenkassenverbände als Kostenträger der kommunalen Leitstelle.

Text und Bild: Kreis Schleswig-Flensburg auf Facebook

Weitere Presseberichte

Letzte Änderung vor 5 Monaten

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Wir trauern um einen lieben Kollegen https://www.leitstelle-nord.de/2021/07/16/wir-trauern-um-einen-liebe-kollegen/ Thu, 15 Jul 2021 22:29:41 +0000 http://wp1070043.server-he.de/www/leitstelle/?p=5577 Weiterlesen »Wir trauern um einen lieben Kollegen]]>
Trauerfoto Michael

In tiefer Trauer nehmen wir Abschied von unserem Kollegen Michael Zell,
der am 07. Juli 2021 nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von 59
Jahren verstorben ist.

Michael war fast 30 Jahre als Leitstellendisponent tätig und hat sowohl während seiner Dienste als auch in seiner Tätigkeit als freiwilliger Feuerwehrmann unzählige Leben gerettet. Michael war immer da, wenn Hilfe gebraucht wurde.

Er war ein Grundpfeiler der Leitstelle Nord und uns allen ein Vorbild als freundlicher, loyaler, hilfsbereiter,
fürsorglicher, positiv denkender und handelnder Kollege sowie Vorgesetzter. Vor allem aber war ein selbstreflektierer Mensch und immer auf der Suche nach sich selbst. Und so ganz nebenbei ein echter Wetterprophet. Wer ihn kannte, weiß, was wir verloren haben.

Er hinterlässt eine Lücke, die sehr schmerzt.

Die Kolleginnen und Kolleginnen der Leitstelle Nord

Letzte Änderung vor 6 Monaten

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„Wo genau ist der Notfallort?“ – Ein Tag auf der Leitstelle Nord in Harrislee https://www.leitstelle-nord.de/2021/07/08/wo-genau-ist-der-notfallort-ein-tag-auf-der-leitstelle-nord-in-harrislee/ Thu, 08 Jul 2021 14:10:00 +0000 http://wp1070043.server-he.de/www/leitstelle/?p=6362 Weiterlesen »„Wo genau ist der Notfallort?“ – Ein Tag auf der Leitstelle Nord in Harrislee]]> Ein Erfahrungsbericht von Jan-Christian Schwarz aus dem Juni 2021

Der überschaubare Raum ist auf den ersten Blick voll besetzt. Überall befinden sich Tische und auf diesen gleich mehrere Bildschirme und Tastaturen. Davor sitzen oder stehen blau-uniformierte Männer und Frauen mit Headsets, die mit den Computermäusen zwischen verschiedenen Bildschirmen hin- und herspringen. Die Finger fliegen über die Tastaturen. Immer wieder leuchten rote Lampen auf. Noch ist das Stimmengewirr gedämpft. Als plötzlich eine orangefarbene Signalleuchte an einem der Tische aufblitzt, wird es lauter. Auf einmal ist die Spannung greifbar im Leitstellenraum: „Lars, Lars! Finn braucht Unterstützung!“ Ein Mann in blauer Uniform eilt von vorn durch den Raum zu einem der hintersten Tische. Fast sekündlich gehen dort Notrufe ein. Eine Rauchentwicklung in Hollingstedt hat sich zu einem großen Feuer entwickelt, das auf ein anderes Gebäude überzugreifen droht. Noch ist nicht ganz klar, ob auch Menschenleben in Gefahr sind. Jetzt ist Manpower gefragt – vor Ort, aber auch am Telefon. Ein großer Feuerwehr- und Rettungseinsatz muss koordiniert werden.

Beim Notruf 112 für Feuerwehr und Rettungsdienst in der kooperativen Leitstelle Nord arbeiten 27 Disponentinnen und Disponenten und acht Schichtleiter in vier verschiedenen Tages- und Nachtschichten. Diesen Nachmittag sind zunächst fünf Disponentenplätze besetzt, hinzu kommt mit Lars Banck noch ein Schichtleiter, der von seinem Arbeitsplatz aus den gesamten Raum im Überblick behält. In diesem Teil der Leitstelle Nord kommen unter der Nummer 112 alle Notrufe aus den Kreisen bzw. kreisfreien Städten Flensburg, Schleswig-Flensburg und Nordfriesland an. Darüber hinaus werden Krankentransporte organisiert und koordiniert. Die Disponenten stehen in Kontakt mit allen verfügbaren Rettungswachen und Feuerwehren in den Kreisen, aber auch zu Hubschraubern wie dem Christoph Europa 5 und (über das MRCC Bremen – Maritime Rescue Coordination Center) sogar zu den Seenotrettern von der DGzRS. Der Notruf 110 der Polizei befindet sich einen Raum weiter – durch eine Glasfront von Feuerwehr und Rettungsdienst getrennt, aber mit einer Tür verbunden. Immer wieder wechseln Disponenten aus den zwei nebeneinander liegenden Leitstellen kurz auf die andere Seite, um Sachverhalte zu übergeben oder zu erläutern. Neben der Leitstelle Nord gibt es in Schleswig-Holstein noch die Leitstellen Mitte, West, Süd, Neumünster und Lübeck, die für die Notrufe aus ihren Regionen verantwortlich sind.

Obwohl an diesem Tag offensichtlich schon einiges los in der Leitstelle Nord, lässt sich noch nicht erahnen, dass es in Kürze noch hektischer werden könnte. In kurzen Abständen ploppen die Notrufe auf den Bildschirmen der Disponenten auf. „Notruf 112 von Feuerwehr und Rettungsdienst, wo genau ist der Notfallort?“, ist die erste Frage, die den Anrufenden am Telefon gestellt wird. Danach folgt eine Reihe von weiteren standardisierten Fragen („Was ist genau passiert? … Reagiert die Person normal?“), die der Disponent zusammen mit dem Anrufenden abarbeitet. Dabei ist es natürlich besonders wichtig, dass derjenige, der in der Leitstelle den Notruf entgegennimmt, Ruhe ausstrahlt. Denn der Anrufende am anderen Ende der Leitung kann das meistens nicht. „Da ist man dann manchmal schon etwas ungehalten mit uns“, berichtet Jan Friedrichsen, der bereits seit 2012 in der Leitstelle Nord arbeitet. Er habe sich schon anhören müssen, er solle nicht „so viel quatschen, sondern endlich Hilfe schicken“. Dass aber gerade die standardisierte Abfrage dazu da ist, die Situation richtig einzuschätzen und die passenden Rettungsmittel loszuschicken, wisse mancher Außenstehender nicht. Und Friedrichsens Kollege Franz Neidert ergänzt: „Außerdem läuft ja ganz viel schon parallel.“ Während der Disponent und der Anrufende telefonieren, sucht der Computer auf Basis der Eingaben den nächsten Rettungswagen oder die zuständigen Feuerwehren heraus und zeigt an, welche Alarm- und Ausrückeordnungen für welches Szenario durch die Feuerwehrverantwortlichen hinterlegt wurden.

Ein sogenanntes „Szenario“ enthält immer eine Grundschadensart (z. B. „Feuer“), eine Erweiterung (z. B. „klein“) und eine Ergänzung (z. B. „X“ für Gefahrstoffe). „Die Fragen am Telefon sparen also am Ende Zeit, die den in Not Geratenen zugutekommt“, fasst Neidert zusammen. Dabei müssen aufgrund der Abfrage so wichtige Entscheidungen getroffen werden, ob ein Notarzt mit zur Einsatzstelle muss, ob Atemschützer anderer Feuerwehren bei größeren Bränden mitalarmiert werden, oder schlicht, ob mit Blaulicht und Sirene, also mit Sonder- und Wegerechten, zum Einsatzort ausgerückt wird. Die gesetzlich vorgeschriebene Hilfsfrist legt fest, dass nach einem Notruf in Schleswig-Holstein innerhalb von 12 Minuten erste Rettungskräfte vor Ort sein müssen, was statistisch nachprüfbar in 95% aller Einsätze der Fall ist.

„Komplizierte Sachverhalte ohne viel Fachvokabular einfach erklären“, das sei – so Jan Brodersen – die größte Herausforderung für diejenigen, die Notrufe annehmen. Am anderen Ende der Leitung befinde sich ja meistens ein medizinischer Laie, der in Extremfällen fernmündlich sogar zu einer Reanimation angeleitet wird, die er oder sie durchführt, bis die Retter am Notfallort eintreffen. Deshalb sei es eine Grundvoraussetzung, dass die eingesetzten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über profunde Kenntnisse im Rettungsdienst und Feuerwehrwesen verfügen, erzählt Schichtleiter Lars Banck. Notwendig heute sind mindestens die Ausbildung zum Rettungssanitäter und eine Mitarbeit in einer der vielen Freiwilligen Feuerwehren im Lande. Dort sollte man die wichtigsten Grundlehrgänge wie den zum Truppmann und -führer schon absolviert haben. „Wer das allerdings nicht hat, den schicken wir dann auf die Schulbank“, berichtet Banck weiter. Mit Frank Dostal ist sogar ein Wehrführer von der Westküste als stellvertretender Schichtleiter unter den Disponenten. Er kommt manchmal in die besondere Situation, dass er von Harrislee aus seine eigene Wehr rund 50 Kilometer weiter westlich alarmieren muss und den Einsatz aus der Ferne koordiniert. Das bedeute allerdings nicht, dass er sich dann verstärkt einmische, schiebt Dostal nach. „Den Hut hat der Einsatzleiter vor Ort auf, als Disponent muss ich mich dann zurücknehmen und den Kräften am Einsatzort vertrauen!“

Personal können die Leitstellen immer gebrauchen, allerdings wird genau darauf geachtet, dass die Anwärterinnen und Anwärter gut in das Team passen. Es komme darauf an, auch unter Stress kollegial zusammenzuarbeiten. „Eine muss sich auf den anderen jederzeit verlassen können“, meint Neidert in einem kurzen Gespräch zwischen den zahlreichen Notrufen.

Und Stress haben die Disponentinnen und Disponenten heute. Bei dem Feuer in Hollingstedt sind inzwischen vier Feuerwehren im Einsatz. Neben den Freiwilligen Feuerwehren aus Hollingstedt und Ellingstedt sind auch die aus Treia und Silberstedt alarmiert worden sowie später auch die Drehleiter aus Schleswig. Finn Zimmermann hat an seinem Tisch mit diesem einen Einsatz alle Hände voll zu tun. Sofort entscheidet Schichtleiter Lars Banck, dass alle weiteren Notrufe aus dem Kreis Nordfriesland an sogenannte „Überlauftische“ gehen oder von den Disponenten für die anderen Kreise mitübernommen werden. Eine Entscheidung, die genau rechtzeitig kommt. Denn auf einmal laufen auch noch Notrufe von Sylt auf, in denen ein Ertrinkender weitab vom Strand gemeldet wird. In einem aufwendigen Szenario kommen jetzt sowohl Hubschrauber als auch Seenotkreuzer sowie Feuerwehren und Rettungswagen zum Einsatz. Das alles ist mit fünf Disponenten nicht zu stemmen, zumal ja auch die „normalen“ Einsätze weiterlaufen und auch nicht jeder Krankentransport warten kann.

Nach einer kurzen Lagebesprechung über die Tische hinweg löst die Leitstelle einen sogenannten „Führungsalarm“ im Nahbereich aus. Nach bereits 10 Minuten rücken die ersten Disponenten aus ihrer Freizeit an, um schnell weitere Plätze zu besetzen, damit sich die Kolleginnen und Kollegen im Hauptraum ganz auf die Großschadensereignisse konzentrieren können. Innerhalb von 30 Minuten sitzen insgesamt neun zusätzliche Kräfte im Vorraum, um das Team im Hauptraum zu entlasten. Das allerdings sei keineswegs alltäglich, berichtet Alexander Hinrichsen, der seit April auf der Leitstelle arbeitet. Er selbst habe so einen Führungsalarm erst zweimal erlebt.

Finn Zimmermann, zuständig für den Einsatz in Hollingstedt, hat derweil weiterhin kaum eine ruhige Minute. Es ist einer seiner ersten Großeinsätze als Disponent. Seine Kolleginnen und Kollegen sind zufrieden damit, wie er den Einsatz abarbeitet. Abtreten wollte er ihn nicht, ganz wichtig sei aber, dass ein Disponent erkenne, wann er „den Backup der Kollegen“ braucht. „Selbstüberschätzung ist hier nicht gefragt“, meint Katja Hansen, die einen Tisch hinter Zimmermann sitzt und ebenfalls immer mal wieder ein Blick über den Rand ihrer Displays wirft. In Hollingstedt jedenfalls kehrt langsam Ruhe und Routine ein, erste Kräfte können nach vier Stunden wieder abgezogen werden. Ein Übergreifen der Flammen auf ein benachbartes Wohngebäude konnte verhindert werden.

Vielleicht ist das ein Einsatz, der besonders im Gedächtnis bleibt. So etwas gibt es jedenfalls: Einsätze, an die man sich immer wieder zurückerinnert. Grundsätzlich sind es solche, bei denen Kinder zu Schaden kommen, berichten die Mitarbeiter der Leitstelle unisono. Dann natürlich Großschadensereignisse. Bei Jan Friedrichsen war der erste selbständige Einsatz z. B. der Zusammenstoß einer Fähre mit einem Fähranleger, bei dem am Ende 40 Personen betroffen waren, darunter etliche leicht verletzt. Damals musste er sechs Hubschrauber zusammenziehen und diverse andere Rettungskräfte koordinieren. Franz Neidert erinnert sich besonders an den Anruf einer älteren Dame, bei dem sowohl der Rauchmelder als auch das Knistern der Flammen schon im Hintergrund zu hören gewesen seien. „Dass man die Flammen am Telefon hört, das ist schon selten.“ Besonders schlimm sei gewesen, dass der Ehemann es nicht mehr geschafft habe und verstorben sei.

„Das geht einem auch schon mal nahe“, berichten mehrere Mitarbeiter der Leitstelle. Nach schwierigeren Einsätzen kommt die Belegschaft zu Debriefings zusammen, außerdem hat man in den Teams speziell geschulte „Peers“, die ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte der Kolleginnen und Kollegen haben.

Im Kontrast zu den Einsätzen, die „nahe gehen“, stehen die eher „heiteren“ Notrufe, die fast täglich eintreffen. Damit sind nicht die sogenannten „Unfuganrufe“ gemeint, bei denen sich Kinder und gelangweilte Erwachsene einen Spaß darauf machen, den Notruf zu wählen und die Disponenten am anderen Ende der Leitung zu veralbern. „So etwas ist einfach nur ärgerlich und auch sehr fahrlässig“, berichtet Jan Friedrichsen. Denn schließlich sei in diesen Fällen immer ein Platz besetzt, den jemand anders vielleicht für einen wirklichen Notruf benötigt. Gemeint sind vielmehr solche Anrufe wie der, von dem Kollege Neidert erzählt. Ein Tourist habe ihn vor einiger Zeit aufgeregt von einem Strand aus angerufen. Der Grund für die Aufregung: An dem Strand befand sich auch eine junge Robbe, die der Familienvater aus dem Süden Deutschlands vorher nur aus dem Fernsehen kannte. Als bei der Abfrage dann die Notfallsituation geklärt und entsprechende Hilfe organisiert werden sollte, kam im Telefonat heraus, dass der Anrufer bereits sehr erschöpft war. Schließlich müsse er die Robbe schon eine Weile unter Wasser drücken, damit diese atmen könne, habe der aufgeregte Anrufer ins Telefon gerufen. Da habe er als Disponent eben auch einmal ein wenig Bio-Unterricht erteilen müssen, erzählt Neidert verschmitzt, und zwar zur Atmung bei Säugetieren.

Auch wenn diese „Highlights“ natürlich die Ausnahmefälle sind, nehmen die Aufgaben der Leitstellen von Jahr zu Jahr zu. Das mache beständig mehr Personal erforderlich und letztlich natürlich auch mehr Raum, berichtet Achim Hackstein, der Leiter der Leitstelle, in einem Gespräch. „Schon bei den Ausbildungskapazitäten stoßen wir an unsere Grenzen“, so Hackstein. Deshalb befinde sich eine neue Leitstelle Nord für Feuerwehr und Rettungsdienst auf der einen Seite und für die Polizei auf der anderen bereits im Bau – nur wenige Kilometer von der bisherigen entfernt, am Ortsrand von Harrislee. Sie wird um einiges größer sein und über mehr Disponentenplätze verfügen. Und sie wird, wie die bisherige auch, den jeweils neuesten Standards in der Rettungstechnik angepasst sein, über die sich Hackstein seit vielen Jahren mit den Chefs anderer Leitstellen deutschlandweit austauscht.

Wer einen Tag lang miterlebt hat, wie hoch die psychischen Anforderungen an die Frauen und Männer am Telefon hinter der Nummer 112 sind, den wird es nicht wundern, dass auch Räume für aktive Pausen und begrünte Ruhebereiche durchaus ein Thema dabei sind. Schließlich können nur ausgeruhte und stressresiliente Mitarbeitende der Leitstelle für die nötige Beruhigung am Notruftelefon sorgen und passgenau Hilfe für jede Situation organisieren. Egal, ob es um einen Hubschrauber vor Sylt, Löschzüge in Hollingstedt oder der Krankentransport für ein Alten- und Pflegeheim sind.

Jan-Christian Schwarz

Hier der gekürzte Bericht des Flensburger Tageblatts

Letzte Änderung vor 5 Monaten

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Erster Spatenstich für Neubau der Leitstelle Nord https://www.leitstelle-nord.de/2021/04/21/erster-spatenstich-fuer-neubau/ Wed, 21 Apr 2021 14:02:00 +0000 http://wp1070043.server-he.de/www/leitstelle/?p=5852 Weiterlesen »Erster Spatenstich für Neubau der Leitstelle Nord]]>
Gemeinsamer Spatenstich für den Neubau der Kooperativen Regionallleitstelle Nord Foto: Sebastian Iwersen / nordpresse.de

Die Gesundheitsreform von Herrn Spahn wollte das Problem angehen, die Rettungsdienste können kaum so viele Fahrzeuge besetzen wie es Einsätze gibt. Gemeint ist das kontinuierlich steigende Einsatz- und Anrufaufkommen im Bereich des Krankentransportes und Rettungsdienstes in den bundesdeutschen Leitstellen. Auch die Leitstelle Nord, in den aktuellen Räumlichkeiten seit 11 Jahren, bleibt von dieser Entwicklung, die damals nicht absehbar war, nicht verschont.

Im Rahmen der 23. Versammlung des Leitstellenzweckverbandes Nord wurde die vorhersehbare Raumnot der Leitstelle erstmalig thematisiert und mit Daten, Zahlen und Fakten hinterlegt. Es folgte die Prüfung möglicher Alternativen, wie beispielsweise eine Erweiterung des bestehenden Gebäudes auf dem Gelände der Landesfeuerwehrschule. Alle Alternativen wurden aus den verschiedensten Gründen verworfen, die Neubaulösung erschien den Kreisen Nordfriesland, Schleswig-Flensburg und der Stadt Flensburg, als gemeinsame Träger der Leitstelle, die wirtschaftlichste und auch zukunftsfähigste Lösung. Durch die Landespolizei wurde ohne Zögern die Weiterführung der Kooperation im Neubau bekräftigt, dieses Mal mit umgekehrten Vorzeichen. Der Leitstellenzweckverband agiert als Bauherr, die Landespolizei wird Mieter.

Im März 2019 erwarb der Zweckverband ein Grundstück von der Gemeinde Harrislee, Luftlinie nur wenige hundert Meter vom jetzigen Standort der Leitstelle entfernt. Parallel dazu wurden die Leistungen des Architekten als Generalunternehmer ausgeschrieben. Siegreich blieb das Architekturbüro SCHMIEDER.DAU.BDA aus Kiel. Schnell wurde klar, dass alle wesentlichen Fachplaner bereits mit dem Architekturbüro Projekte realisiert hatten und somit keinerlei Reibungsverluste zu befürchten waren. Bereits wenige Wochen nach Planungsbeginn stand die Gebäudegeometrie fest, der erste Modellentwurf hat bereits alle überzeugt und blieb bis heute unverändert. Im August 2020 konnte die Verbandsversammlung dann, auf der Basis der fundierten Kostenberechnung des Architekten, den endgültigen Beschluss zum Neubau der Leitstelle verabschieden. Auch alle politischen Gremien der drei Gebietskörperschaften trugen diesen Beschluss ohne zu zögern mit. Einen wesentlichen Anteil an der Realisierung des Neubaus haben die Krankenkassenverbände als Kostenträger der kommunalen Leitstelle. Nach ausführlichen Gesprächen und Verhandlungen konnten die meisten Flächen geeint werden, sodass auch die Re-Finanzierung sichergestellt ist. Die Gesamtfläche des neuen Gebäudes beläuft sich auf 3.200qm, die etwa zur Hälfte von der Landespolizei und dem kommunalen Teil der Leitstelle genutzt werden. Mit dem ersten Spatenstich am 21. April 2021 beginnen wir also ein Projekt an dessen Ende ein Gebäude stehen wird, dass auf viele Jahre hinaus dem Bürger als telefonische Anlaufstelle für Hilfeersuchen aller Art zur Verfügung stehen soll.

Besonders freut uns als Leitstellenzweckverband Nord in diesem Kontext, dass die Landespolizei Schleswig-Holstein und wir diesen Weg gemeinsam gehen werden.

Mit herzlichen Grüßen

Ihr Achim Hackstein

Leiter der Kooperativen Regionalleitstelle Nord

Letzte Änderung vor 2 Monaten

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Feuer 3 in Kropp-Mielberg https://www.leitstelle-nord.de/2015/06/19/feuer-3-in-kropp-mielberg/ Fri, 19 Jun 2015 08:37:00 +0000 https://projekt.leitstelle-nord.de/?p=6771 Weiterlesen »Feuer 3 in Kropp-Mielberg]]> In der Lagerhalle eines Verwertungsbetriebes im Kropper Ortsteil Mielberg (Kreis Schleswig-Flensburg) ist es am Donnerstag 16.06.2015 um 09:48 Uhr nach einer Verpuffung zu einem Schadenfeuer gekommen. Die Leitstelle Nord alarmierte aufgrund der ersten Erkenntnisse umgehend mit dem Einsatzstichwort FEU G (Feuer Größer Standard). Wenige Minuten später  wurde durch die Leitstelle Nord in Absprache mit dem Feuerwehr-Einsatzleiter, welcher sich noch auf der Anfahrt befand, das Stichwort auf FEU 2 und später auf FEU 3 (Alarmstufenerhöhung auf 3 Löschzüge) erhöht. Insgesamt wurden durch die Einsatzkräfte 8 Rohre, davon 2 Schaumrohre vorgenommen.

Durch die hohe Anzahl der Eingesetzten Feuerwehrkräfte unter Atemschutz wurden im Verlauf des Einsatzes zwei Rettungswagen zur medizinischen Betreuung an die Einsatzstelle beordert. Während des Einsatzes musste eine Person mit Schock-Symptomatik durch den Rettungsdienst erstversorgt und ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Die Bundesstraße 77 wurde aufgrund der starken Verrauchung für die Zeit der Löscharbeiten zwischen Kropp und Jagel bis zum Mittag voll gesperrt. 

Um 10:39 Uhr wurde durch den Einsatzleiter der Feuerwehr „Feuer unter Kontrolle gemeldet“. Die Nachlöscharbeiten dauerten bis in die Mittagszeit an. Einsatzende konnte um 13:32 Uhr gemeldet werden. 

Eingesetzte Kräfte waren 9 Feuerwehren (davon die Feuerwehr Owschlag/Norby aus dem Kreis Rendsburg-Eckernförde), Sonderfahrzeuge: ELW 2, SW 2000, DLK und FTZ mit Schaummittel und PA-Flaschen, 3 x RTW und Orgl.-Rett (Organisatorischer Leiter Rettungsdienst.) sowie die Schutzpolizei.

Eingesetzte Kräfte

  • Feuerwehr Kropp
  • Feuerwehr Jagel
  • Feuerwehr Owschlag
  • Feuerwehr Norby
  • Feuerwehrtechnische Zentrale Schleswig (FTZ)
  • Rettungsdienst
  • Orgl. Rettungsdienst
  • DRK-Bereitschaft Schleswig
  • Schutzpolizei

Presseberichte

  • keine verfügbar

Letzte Änderung vor 4 Monaten

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Feuer in Schleswig in Wohneinrichtung https://www.leitstelle-nord.de/2015/06/11/feuer-in-schleswig-in-wohneinrichtung/ Thu, 11 Jun 2015 08:28:00 +0000 https://projekt.leitstelle-nord.de/?p=6764 Weiterlesen »Feuer in Schleswig in Wohneinrichtung]]> Gegen 19:58 Uhr am 08.06.2015 bemerkte ein Mitarbeiter einer Betreuungseinrichtung für körperlich- und geistig behinderte Menschen in Schleswig eine starke Rauchentwicklung in der Kleiderkammer der Einrichtung. Der Mitarbeiter verständigte daraufhin umgehend den Feuerwehr Notruf 112 und sorgte dafür, dass sich die Bewohner der Einrichtung außerhalb des Gebäudes in Sicherheit begeben konnten. Die Kooperative Regionalleitstelle Nord alarmierte aufgrund der Meldung und Größe des Schadenobjektes sofort zwei Löschzüge der Feuerwehr Schleswig mit dem Einsatzstichwort FEU G Y ( Feuer größer Standard mit Menschenleben in Gefahr) zur Einsatzstelle.  

Zeitgleich wurden durch die Leitstelle zur Betreuung und Sichtung der Bewohner mehrere Rettungswagen sowie der Organisatorische Leiter Rettungsdienst (OrgL) zur Einsatzstelle entsendet.

Um 20:50 Uhr wurde durch den Einsatzleiter der Schleswiger Feuerwehr „Feuer aus, Nachlöscharbeiten“ gemeldet.

Durch die Ausbreitung der Rauchgase des Schadenfeuers wurden die benachbarten Zimmer der Einrichtung unbewohnbar, so das im weiteren Einsatzverlauf 18 Personen in andere Gebäude auf dem Gelände untergebracht werden mussten. Die DRK Sanitätsbereitschaft Schleswig stellte den 18 betroffenen Personen Feldbetten zur Verfügung.

Menschen kamen bei dem Feuer nicht zu Schaden und der Einsatz wurde um 23:36 Uhr beendet.

Eingesetzte Kräfte

  • Feuerwehr Schleswig-Friedrichsberg
  • Feuerwehr Schleswig-Altstadt
  • Rettungsdienst
  • Orgl. Rettungsdienst
  • DRK-Bereitschaft Schleswig
  • Schutzpolizei

Presseberichte

  • keine verfügbar

Letzte Änderung vor 4 Monaten

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Feuer 3 im Hauke-Haien-Koog https://www.leitstelle-nord.de/2015/05/22/feuer-3-im-hauke-haien-koog/ Fri, 22 May 2015 08:23:00 +0000 https://projekt.leitstelle-nord.de/?p=6762 Weiterlesen »Feuer 3 im Hauke-Haien-Koog]]> Am 20.05.15 wurde der Leitstelle um 10:18 Uhr ein Feuer in Dagebüll, Hauke-Haien-Koog gemeldet. Bei dem betroffenen Objekt handelte es sich um einen Landwirtschaftlich Betrieb mit mehreren Lagerhallen. In der betroffenen Lagerhalle wurden Heuballen gelagert. Zusätzlich befand sich auf dem Dach eine PV-Anlage. Die Lagerhalle war direkt mit einem Wohnhaus verbunden, indem sich keine Personen mehr befinden sollten.

Als Initialszenario wurde durch die Leitstelle FEU 2 gewählt, zusätzlich zum Dispositionsvorschlag wurde die Feuerwehr Niebüll mit der Drehleiter und einem TLF mit alarmiert. Aufgrund der abgelegenen Lage und der damit verbundenen schwierigen Löschwasserversorgung, wurde dem Einsatzleiter schon auf der Anfahrt die Unterstützung der Feuerwehr Tondern aus Dänemark mit deren TLF 8000 (Tanklöschfahrzeug mit 8000 l Wasser) angeboten. Dieses wurde durch den Einsatzleiter angenommen. Zusätzlich forderte er schon auf der Anfahrt eine weitere Wehr an.

Nach Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stellte es sich heraus, dass es kein Vollbrand der Lagerhalle war, sondern dass sich das Brandgeschehen innerhalb der Halle abspielte.

Gegen 11:00 Uhr wurde dann durch den Einsatzleiter das Stichwort auf FEU 3 (Feuer 3 Löschzüge) erhöht. Der Amtswehrführer (AWF) und Kreisbrandmeister (KBM) wurden an die Einsatzstelle beordert, sowie der Organisatorische Leiter Rettungsdienst (OrgL) des Rettungsdienstes Nordfriesland. 

Das TLF 8000 und der Einsatzleiter aus Tondern wurden, von einem Mehrzweckfahrzeug (MZF) der Feuerwehr Niebüll, am Grenzübergang Süderlügum in Empfang genommen und zur Einsatzstelle gelotst.

Der Eingesetzte RTW des Regelrettungsdienstes wurde durch das DRK Niebüll tatkräftig unterstützt. Nachdem sich ein Feuerwehrmann leicht verletzt hatte, wurde dieser durch den Rettungsdienst in das Krankenhaus Niebüll transportiert. In Absprache mit dem Organisatorische Leiter Rettungsdienst vor Ort, hat das DRK Niebüll danach eigenständig die Absicherung der Feuerwehreinsatzkräfte übernommen.

Um 11:46 Uhr wurde dann Feuer unter Kontrolle gemeldet. Zu diesem Zeitpunkt waren insgesamt 9 Feuerwehren im Einsatz. 

Um 12:30 Uhr wurde Feuer aus gemeldet, die Eingesetzten Kräfte wurden langsam entlassen und die Feuerwehr Dagebüll übernahm die Nachlöscharbeiten, sowie die Brandsicherheitswache.

Eingesetzte Kräfte

  • Feuerwehr Dagebüll
  • Feuerwehr Niebüll
  • Feuerwehr Tondern
  • Amtswehrführer
  • Kreiswehrführer
  • Organisatorischer Leiter Rettungsdienst
  • DRK Bereitschaft Niebüll

Presseberichte

  • keine verfügbar

Letzte Änderung vor 4 Monaten

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Sturmtief Xaver – Verhaltenshinweise für Bürgerinnen und Bürger https://www.leitstelle-nord.de/2013/12/05/das-naechste-sturmtief-steht-vor-der-tuer-und-wird-die-nordfriesische-kueste-und-das-binnenland-vermutlich-am-donnerstagvormittag-erreichen/ Thu, 05 Dec 2013 10:29:28 +0000 http://wp1070043.server-he.de/www/leitstelle/?p=4388 Weiterlesen »Sturmtief Xaver – Verhaltenshinweise für Bürgerinnen und Bürger]]> Das nächste Sturmtief steht vor der Tür und wird die nordfriesische Küste und das Binnenland vermutlich am Donnerstagvormittag erreichen

Gerade mal 5 Wochen ist es her, dass das Sturmtief Christian über den Norden hinweg gezogen ist. Bis heute sind nicht alle Schäden behoben, die das Sturmtief am 28.10. auf seinem Zug hinterlassen hatte. Problematisch stellten sich für die Leitstellen im Land die zahlreichen Anrufe dar, die innerhalb kürzester Zeit in den Leitstellen aufliefen. Allein in der Leitstelle Nord in Harrislee wurden beim Sturmtief Christian 432 Anrufer pro Stunde gezählt. Im Vergleich zu regulären Einsatzbelastungen liegt die Zahl der Anrufer bei 22 Anrufen pro Stunde. Die hohe Zahl an Notrufen ergab sich daraus, dass die Bürgerinnen und Bürger jeden Schaden über die Notrufnummer 112 oder 110 gemeldet haben. Auch jene, die nicht lebensbedrohlich waren.

„Es ist verständlich, dass die Bürgerinnen Bürger umgehend bei einem Schadeneintritt versuchen Hilfe zu bekommen. Nur kann diese Vielzahl an Notrufen nicht zeitnah bearbeitet werden. Hier ist es erforderlich, dass Prioritäten gesetzt werden.“, so Sacha Münster, stellvertretender Leiter des kommunalen Teils der Leitstelle Nord in Harrislee, „Die Prioritäten werden im Verlauf der Notrufabfrage herausgestellt und entsprechend zu Dispositionen berücksichtigt. Hierbei geht es nicht danach wer zuerst gemeldet hat bekommt zuerst Hilfe.“.

Die Leitstelle Nord hat eine E-Mail eingerichtet über die die nicht lebensbedrohlichen Notfälle, die im Zusammenhang mit dem Sturm stehen, gemeldet werden können. „Im Sturmtief Christian haben viele Bürger bereits den Weg über das Internet gewählt. Daraus ist die Idee entstanden diesen Weg strukturiert zu kanalisieren um die Notrufleitungen 112 und 110 zu entlasten.“

Für diesen Zweck wurde die Emailadresse unwetter@leitstelle-nord.de  eingerichtet.

Das Emailpostfach wird im Sturmzeitraum ständig überwacht und eingehende Meldungen werden dann entsprechend in die Bearbeitung übernommen. „Der Hilfesuchende braucht keinen langen Texte verfassen. Zur Bearbeitung benötigen wir lediglich die Angabe von Ort, ggf. Ortsteil, Adresse, Rückrufnummer und einer kurzen Beschreibung vom Schadenereignis. Dann können wir handeln.“ erläutert Münster die geplante Vorgehensweise. Aber nicht nur die Leitstelle bereitet sich auf die erwartete Sturmlage vor. Bereits am Dienstag fanden erste Gespräche mit den Kreisen Schleswig-Flensburg, Nordfriesland und der Stadt Flensburg statt, in denen erste Informationen und Maßnahmen ausgetauscht wurden. Auch hier befinden sich alle beteiligten Stellen in erhöhter Aufmerksamkeit. So werden zum Beispiel die Amtswehrführungsstellen der Feuerwehren frühzeitig eingesetzt, um die Einsatzkoordination in den einzelnen Zuständigkeitsbereichen zu übernehmen. „Es wurden viele Erfahrungen im Sturmtief Christian gesammelt, die bereits im bevorstehenden Sturmtief Berücksichtigung finden werden.“, erläutert Münster die durchgeführten Vorbereitungen zum Sturmtief Xaver. Die Wetterentwicklung wird weiter verfolgt und ständig mit den Gebietskörperschaften abgeglichen.

Verhaltenshinweise für die Bürgerinnen und Bürger

  • Vermeiden Sie im Sturmzeitraum den Aufenthalt im Freien
  • Schließen Sie die Fenster und Türen
  • Parken Sie ihr Kraftfahrzeug nicht unter hohen Bäumen
  • Nutzen Sie den NOTRUF 112 oder 110 ausschließlich bei lebensbedrohlichen Notfällen
  • Melden Sie nicht lebensbedrohliche Notfälle per Email an unwetter@leitstelle-nord.de oder per Fax an 0461 / 99930549
  • Sollten Sie weder über Email noch über Fax verfügen melden Sie ihren Sturmschaden erst, wenn der Sturm merklich nachgelassen hat
  • Sollte das Kommunikationsnetz ausfallen suchen Sie in dringenden Notfällen das nächste Feuerwehrgerätehaus auf, wenn Ihnen dies gefahrlos möglich ist

Letzte Änderung vor 6 Monaten

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